Klaus Bernarding

E-Mail
geboren 1935 in Schmelz

Genre:

Prosa, Lyrik, literarische Reportagen

Zur Person:

8. Mai 1935 in Schmelz (Landkreis Saarlouis) geboren

Mitglied in literarischen bzw. Berufsorganisationen:

VS Saar

Die wichtigsten Auszeichnungen:

1981/82 Erster Saarbrücker Stadtteilautor

1987 Autorenpreis der Académie d'Alsace

 

Werke

Bücher:

Im Saarl. Virtuellen Katalog verzeichnete Werke von Klaus Bernarding

 

Beiträge:

Saarland im Text. Autorinnen und Autoren stellen sich vor. Lebach: Hempel, 1991


Zeitungsberichte

  • "Gedenktag", Saarbrücker Zeitung vom 14.8.71
  • Am Tresen ein Esel", Saarbrücker Zeitung vom 28.8.71
  • Gedicht, Saarbrücker Zeitung vom 23.3.72
  • Ein Lied geht um die Klasse, Saarbrücker Zeitung

1981/82 als Saarbrücker Stadtteilautor:

  • "Mal statt Stadt -Malstatt", Saarbrücker Zeitung vom 7./8.11.81
  • "Das wäre prima, das wäre klasse", Saarbrücker Zeitung vom 5./6.12.81
  • "Nachts -wenn der Taxameter zählt", Saarbrücker Zeitung vom 2./3.1.82
  • "Kein Schreck am Zahltag: flüchtiger Gedanke an Geld", Saarbrücker Zeitung vom 6./7.2.82
  • "Irn Haus der Frauen und Kinder", Saarbrücker Zeitung vom 6./7.3.82
  • "Halbzeitbetrachtungen des Stadtteilautors", Saarbrücker Zeitung vom 3./4.4.82
  • "Old Shatterhand verblich mit der Zeit im hohen Grase", Saarbrücker Zeitung vom 1./2.5.82
  • "Zwei vor -eins zurück, Harnbach in Straßennamen", Saarbrücker Zeitung vom 5./6.6.82
  • "Der Fußball ist auch nicht mehr das, was er einmal war" , Saarbrücker Zeitung vom 3./4.7.82
  • "Leben mit Türken -Gespräche verbinden", Saarbrücker Zeitung vom 7./8.8.82
  • "Die Not, immer nur die Wahrheit zu sagen", Saarbrücker Zeitung vom 4./5.9.82
  • "Wer sind nun die Molschder?", Saarbrücker Zeitung vom 2./3.10.82
  • Weitere Berichte: in der Saarbrücker Zeitung und anderen Zeitschriften und Zeitungen. z.B. dem Molschder Blatt- darunter: FAZ FR, Die Horen...

 

Herausgeber:

  • Claude Tillier: Der Spazierstock des Herrn Paillet. Pamphlete und Erzählungen. Frankfurt: dipa, 1993. 220 S. ISBN 3-7638-0318-1
  • Voltaire in Briefen. eine Portrait-Skizze. St. Ingbert: Röhrig, 1995. 160 S. ISBN 3-86110-058-4

 

Mitherausgeber:

  • Ich lebe in dieser Stadt. 3. Saarbrücker Literaturwerkstatt, 1981
  • ist. Literatur am Rande. 4. Saarbrücker Literaturwerkstatt, 1981
  • Dialekt und Hochsprache. 5. Saarbrücker Literaturwerkstatt, 1985. In: Saarbrücker Hefte Nr. 57
  • SPD-Kulturzeitschrift "Kulturforum Saar". 1987-1993

 

 

Rundfunkbeiträge:

erste Beiträge ca. 1967/68

  • Portrait der Woche
  • Ausschnitte aus der Lesung im Staatstheater (Günter Grass-Abend) im Saarländischen Rundfunk, 15.7.1972
  • Malstatter Markt. Kurzfilm in SR 3, 1977
  • Autoren im Gespräch. Sendung mit Arnfrid Astel, 1978
  • Autoren im Gespräch. Sendung mit Arnfrid Astel, 1986
  • Voltaire in Lothringen. SR-Kulturradio, 1995
  • Hambacher. SR-Literaturstudio, 2000
  • Weit und breit kein Hugenott. SR Kulturradio, 2000
  • Memoiren aus der Bastille (François de Bassompierre), SR2-Kulturradio, 2.2.02
  • Macadam - entlang der Route nationale trois (RN3, D 903), SR2-Kulturradio, 2.3.02
  • Raymond Poincaré - Republikaner, Jurist, Staatsmann, SR2-Kulturradio, 18.5.02
  • Heute mir - morgen dir! - Zur Kulturgeschichte der Friedhöfe in Lothringen. SR2-Kulturradio, 16.11.02 und 31.10.03
  • Literatur im Gespräch mit Dr. Ralph Schock am 8. 6 2004
  • Brunnen und Waschhäuser in Lothringen, SR3, am 8.8.2004
  • Heilige in Lothringen, SR§, am 12.12.2004
  • In der Sendereihe "Fprtsetzung folgt":
  • Aus "Hambacher", Lesung des Autors, SP2, am 30.5.2005
  • Vorstadtgespräche. Lesung aus einem Manuskript von 1973, SR2 am 31.5.2005

 

Fernsehbeiträge:

Fernsehfilm und Interview mit dem Autor.S 3, 27.4.1972

 

Hörspiele:

  • Francois de Bassompiere. 2-teilig. Studiowelle Saar, 1969
  • Voltaire - Reporter der Raison. 3-teilig. Studiowelle Saar, 1970
  • Fleurs du Novembre. 3 Politfabeln aus Algerien. Stuiowelle Saar, 30.9.1971
  • Härtefälle.8.8.1971
  • Claude Tillier - Pamphlete (1841-44) 2-teilig. Studiowelle Saar
  • Unser Kandidat. Hörspiel. Studiowelle Saar, 1987

 

Sonstiges: Lesungen

  • 1971 Vietnam Diskurs, Kreiskulturhaus Saarbrücken, 19.5.71
  • "Kleine Eröffnungsrede" zur Ausstellung H. Fernau's, Stadtsparkasse Saarbrücken, 21.6.71
  • Volkshochschule Völklingen, 21.11.71
  • Literatur und Politik "Literatur und Gesellschaft - oder haben wir uns verstanden?", Knaben-Realschule Neunkirchen, 12.12.71
  • 1972 "Die Regierungs-v-erklärung -Saarbrücker Serenade für vier Stimmen" und Gedichte, Literaturabend irn Staatstheater Saarbrücken, 24.3.72
  • "Drei Deduktionen über die Freiheit", "Armes Deutschland", "Deutsche Geschichte" im Rahmen eines Günter Grass-Abends in der Kongresshalle Saarbrücken

über 100 weitere Lesungen


Etwa 500 Grafiken


Ca. 100 Kultur-Busreisen


Aus dem Literarischen Schaffen

Textprobe:

Maßnahmen

Das Wesen des Heils
Bestehend aus Übungen und Anwendungen:
am Ende die Erschöpfung, Ende aller Schöpfung.
Eine Lockerung - lockeres Dafürhalten des Gegenteils.
Maßnahmen, folgende, sind zu ergreifen...
Hoffentlich endet die Kur nicht auf "ung", sondern
besuchen Menschen die Bäder, kurungs-
vergnügungsbedürftige
beschürzt oder behost, oben oder unten ohne
auf der Suche nach der Natur alles Fließenden.
Das Wesen des Schismas:
die Trennung von häßlich und schön, schwach und stark,
des Glieds vom Mitglied
der tagenden Kirchenversammlung des Konstanzer Konzils
zum Beispiel: Zeig her deine Monstranz!
Und Mägde, siebenhundert an der Zahl, die Kleriker
zu säubern von allen Schimären, Geißeln des Herrn
sie heimzuführen in die wahren Schöße der Kirche:
flaumig und feucht, in tiefste Tiefen hinabreichend.

Kurcafe

Einen Kaffee auf gar keinen Fall.
Weder Tasse noch Kännchen, weder
Milch noch Zucker, mit nichts, ohne alles.
Ich kann Kaffee nicht einmal riechen.
Nicht den aus gebranntem Hafer, nicht den aus Schikoree
auch keinen Bohnenkaffee:
Richtiger Kaffee! Ein wahres Fest!
Rief meine Mutter nach dem Ende des Kriegs.
Und befriedigte ihre Lust in der Leidenschaft.
Ich mußte neben ihr sitzen, zuhören und zuschauen:
mit dem Löffel rührend zögerte sie ihr Glück hinaus.
Das Klingeln zählte ich bis zum letzten Anschlag, ihr
Schlürfen, Rollen, Schlucken, Saugen -
mußte zusehen, wie sich auf ihrem abgespreizten
Finger
eine Blaumeise niederließ.
Seitdem hasse ich Vögel
und heiße Schokolade: das blöde Vieh sah zu
wenn ich ihr die Mumienhaut abzog und
nach dem ersten Löffel
auf die Tischkante kotzte.
Aus: Cura nostra. Alfeld: Alfelder Bücher Compagnie, 1996